Ist das wirklich wichtig? (Rucksack packen)

Der einfachste Weg, sich von unnötigen Ballast zu befreien, oder solchen zu verhindern ist, sich regelmäßig zu fragen: „Ist das wirklich wichtig?“

Das kann man auf den Minimalismus und sein Leben allgemein beziehen, ich möchte mich dieses Mal aber lieber dem Outdoor Bereich widmen. Mir geht es nämlich um den Rucksack und der Ausrüstung, die man mit sich trägt.

Ich habe erts vor kurzem  meine komplette Ausrüstung einmal unter die Lupe genommen, und mich von enorm vielem getrennt. Es hatte sich nämlich so einiges angesammelt. Da ich gerne mal Dinge austeste, wurde das nach und nach mehr. Ich bin nun einmal alles durch gegangen und habe mich von allem getrennt, was ich nicht oder nur selten verwendet habe. Manchmal hatte ich (vor allem bei Lager Utensilien) mehrere Gegenstände, die letztlich den gleichen Zweck hatten. Manche mochte ich lieber, manche weniger. Manchmal störte mich einfach eine Kleinigkeit und das ließ mich immer zu der Alternative greifen.

Nun habe ich diese weniger geschätzten Gegenstände nicht mehr, sondern nur noch das, was nicht nur funktioniert und sich bewährt hat, sondern was ich auch wirklich gerne mag. Natürlich teste ich auch immer mal was neues aus, dafür bin ich einfach zu neugierig, aber nun schaue ich von vorn herein kritsicher. Ist es besser als das, was ich schon habe? Ist es so viel besser, dass es sich lohnt es auszutauschen? Und wenn sich ein Austauschen lohnt, dann wird der Vorgänger direkt verkauft oder verschenkt.

Nun aber zurück zum eigentlichen Thema.

Beim packen vom Rucksack sollte man sich die eingangs erwähnte Frage „Ist das wirklich wichtig“ regelmäßig stelle. Eigentlich sollte alles was man in den Rucksack legt genau unter diesem Gesichtspunkt betrachtet werden.

Ich ertappe mich manchmal dabei, wenn ich lange nicht unterwegs war, dass ich meinen Rucksack schon ein paar Tage vorher packe. Aus der Vorfreude heraus, überfülle ich ihn gerne mit allen möglichen Sachen, die ich einfach gerne mal wieder verwenden würde, der und der Kocher, der und der Topf, das und das Tarp etc. Durchs aktuelle aussieben ist das überschaubarer geworden, verschiedene Kocher und Töpfe habe ich dennoch. Man braucht nunmal auch für verschiedene Zwecke unterschiedliche Ausrüstung. :)

Wenn ich dann alles in den Rucksack getan habe, weiß ich eigentlich schon, dass er zu voll ist. Letztlich ist das erste Packen mehr eine erste Auswahl. Danach gehe ich Stück für Stück durch und frage mich eben, ist das wirklich wichtig? Und wenn ich überlegen oder mir ein Szenario ausdenken muss um das mit ja zu beantworten, dann weiß ich das brauche ich nicht mitnehmen.

Je regelmäßiger man unterwegs ist, desto leichter geht das Packen von der Hand. Man weiß was man braucht, und vor allem auch was nicht. Aber wenn man mal, warum auch immer, länger nicht unterwegs war, neigt man zum überpacken.

Ich kann also nur dazu raten nach dem ersten Packen eine Nacht drüber schlafen und nochmal auspacken. Und nun nochmal wirklich überlegen, ob man 5 paar Socken braucht, oder ob 2 nicht ausreichen. Ob es der Arktis Schlafsack sein muss, oder ob der normale nicht doch reicht. Ob man 4 Töpfe braucht, oder ob 2 nicht den gleichen Dienst tun. Und so weiter.

Jedes Kilogramm weniger auf dem Rücken ist mindestens ein Kilometer mehr, den man laufen mag :)

In diesem Sinne

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