Teil 1: Das Wohnzimmer

Der Anfang im Wohnzimmer

Es hat sich am Anfang die Frage gestellt, wo ich anfangen soll. Für mich hat es Sinn gemacht, Raum für Raum vorzugehen, und dann wieder von vorne zu beginnen (was ich in regelmäßigen Abständen wiederholen werde). Gerade am Anfang tut man sich noch ein wenig schwer damit sich von manchen Dingen zu trennen, die man eigentlich gar nicht mehr braucht, aber dieses Bewusstsein muss sich erstmal ein wenig entwickeln.

Wie bereits geschrieben habe ich die meisten meiner Möbel aus dem Wohnzimmer und meinen Kleiderschrank verschenkt, so war es auch aus praktischen Gründen am naheliegensten in einem der beiden Räume zu beginnen, es wurde eben das Wohnzimmer.

Der erste Blick traf die Möbel. Welche Möbel mochte ich noch wirklich und vor allem: welche Möbel brauchte ich noch wirklich? Da ich kein extra Arbeitszimmer habe, war auch mein Schreibtisch in meinem Wohnzimmer, das störte mich schon lange enorm, vor allem, da ich ihn eigentlich fast nie nutzte. Wenn ich schreibe, seien es meine Romane oder was auch immer am Schreibtisch zu arbeiten war, habe ich das in der Küche gemacht. Dort habe ich zum einen die beste Aussicht, außerdem bin ich einfach ein „Küchen-Mensch“ und halte mich dort gerne auf. Der Schreibtisch stand somit ganz oben auf meiner Abschussliste. Dann hatte ich noch ein recht großes Highboard. Als Möbelstück wirklich sehr schön, aber ebenso raumgreifend. Auch eine Sache, die mich arg störte denn ich wollte eben eine gewisse Leere in dem Raum schaffen, eine Ruhe, die meiner Meinung nach erst dann zu erreichen ist, wenn in einem Raum nur noch das nötigste steht. Dann hatte, oder habe ich noch einen Fernsehtisch, der mich ebenfalls störte. Der steht nun, jedoch für anderen Gebrauch noch immer in meinem Wohnzimmer (bis ich mir endlich mal zwei Echtholz Möbel leiste, dass sind dann die einzigen beiden neben dem Stubentisch die ich in diesem Raum stehen habe). Mein Stubentisch mochte ich schon immer sehr, zudem war er für verschiedene Anwendungen schlichtweg nützlich. Sei es, ein Teller mit Essen darauf abzustellen oder wenn man sonst eine feste Unterlage im Wohntimmer bedrufte.
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Verschenken – verkaufen – vernichten

Verschenken, verkaufen und vernichten sind die drei Möglichkeiten die man zur Verfügung hat, sich von Dingen zu trennen, die man als überflüssig erkannt hat. Für mich stellt dies auch schon die Reihenfolge dar, an die ich mich halte. Wenn etwas nicht einen hohen Wert hatte, oder komplett neuwertig war, habe ich es verschenkt. So habe ich insgesamt eigentlich nur zwei Möbel verkauft.

Für mich hat das Verschenken mehrere Vorteile, allen voran aber die Gewissheit, dass noch jemand anderes Freude daran hat. Diese Gewissheit macht das Trennen aber auch leichter, was dann der eigennützige Teil wäre. Wenn ich mit halben Herzen an etwas hänge, weil ich es vielleicht noch schön finde etc, aber eigentlich nicht mehr brauche, fällt es mir leichter es im Familien-, Freundes-, Bekanntenkreis zu verschenken. Ich weiß dass das gute Stück einen neuen Platz bekommen hat, es freut sich jemand drüber der es auch gebrauchen kann, was will ich also mehr? Sicher, beim verkaufen hat man vielleicht noch den Anreiz des Geldes, aber das ist bei mir eher zweitrangig. Ein ernst gemeintes Danke ist mir da mehr wert. Wobei eben zu betonen ist, dass ab einem gewissen Wert das Danke zwar etwas schönes ist, aber dann muss man eben doch auch mal an seine Brieftasche denken. Das gilt zumindest für den Freundes- und Bekanntenkreis sowie für „Fremde“. Innerhalb der Familie wird nicht verkauft, wertunabhängig!
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Den Anfang finden und Konsequent sein

Warum also Minimalismus oder einfaches Leben oder welche Definition man auch immer wählen mag. Nun, es gibt wohl für jeden einen eigenen Grund, bei mir war es das Gefühl von Unruhe und erdrückt zu werden, was mich letztlich dazu gebracht hat zu entrümpeln.

Ich hatte weit über 1000 Bücher (und das obwohl ich in einer Bibliothek arbeite, habe also zudem noch immer gut 20-30 entliehene Titel zu Hause gehabt), genug Klamotten in einem viel zu großen Kleiderschrank, dass ich gut einen Monat lang täglich was anderes tragen könnte ohne einmal Wäsche zu waschen, ebenso hatte ich genug Geschirr um drei Großfamilien zu versorgen, unmengen an CDs und so weiter und sofort. Ich hatte schlicht viel zu viel. So viel, dass ich mich auf das wenigste davon wirklich konzentrieren konnte und das ist einfach schade drum. Das ist einfach eine absolute Überforderung der Sinne, man ist sich dessen nur nicht so recht bewusst. Das mag auch nicht für jeden so gelten, bei mir war es der Fall. Der Überfluss hat mich die Dinge weniger schätzen lassen, weil alles neue eines von vielen Dingen war. Mittlerweile erfreue ich mich an den Dingen die ich besitze und kann jedem einzelnen etwas abgewinnen.
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Sind 101 Dinge eines zu viel?

Minimalismus ist letztlich nur ein Name, ein Stichwort. Ob ich in die Kategorie Falle, weiß ich gar nicht so genau zu sagen. Ich lese im Internet und in manchen Blogs von „Richtlinien“ in denen die Rede davon ist, man dürfe nur unter 100 Dinge besitzen um sich Minimalist nennen zu dürfen. Sind 101 Dinge einer zu viel? Ich habe noch nicht gezählt, aber ich denke, dass ich die 100 überschreite. Nicht weiträumig, aber über 100 komme ich sicher. Zu meiner Ehrenrettung muss ich aber sagen, dass es noch gewisse Bereiche habe, in denen die Entrümpelung noch nicht abgeschlossen ist.

Ich halte von solchen Richtlinien herzlich wenig. Ich finde es ein wenig schwierig eine Lebenseinstellung anhand einer Zahl festzumachen. Macht es einen Unterschied, ob ich 105 Gegenstände besitze oder 97, bin ich ein anderer Mensch wenn ich unter die magische Grenze komme? Ich denke nicht.

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Minimalismus

Warum Minimalismus? Ich habe vor noch gar nicht zu langer Zeit festgestellt, dass ich mich unwohl in meinen eigenen vier Wänden fühle. Eigentlich stimmt das nicht so ganz, denn wenn ich zurück blicke, habe ich mich noch nie wirklich wohl gefühlt in meinen bisherigen Wohnungen. Ich habe der Einrichtung nur bedingt Aufmerksamkeit oder Interesse geschenkt und immer jemanden darum gebeten mir dabei zu helfen, dass es gemütlich würde. Das es für ANDERE gemütlich würde. Mir selbst war es meistens egal, ich fand es zwar schön, aber letztlich war es mir egal. So lebte ich quasi in „fremden“ Wohnungen, in Wohnungen die für meine Gäste gemütlich sind, was auf dauer betrachtet sicher keine gute Lösung ist.

Das Unwohlsein habe ich als solches nicht wirklich empfunden, und hier kommen wir wieder zurück zum ersten Satz des Textes. Mir gefiel die Einrichtung, genau wie mir oftmals die Einrichtung anderer Menschen gefällt, aber ich würde es nicht haben wollen. So in etwa ging es mir mit meiner eigenen Wohnung.

Vor ein paar Monaten, vielleicht sogar etwas mehr als einem Jahr, habe ich dieses Unwohlsein das erste Mal bewusst wahrgenommen, konnte es aber nicht so recht zuordnen. Ich hatte nichts greifbares, nichts, was mich unmittelbar störte und doch störte mich alles! Am Anfang enpfand ich meine Wohnung als unruhig, konnte aber auch das nicht wirklich definieren. Ich probierte verschiedene Dinge aus, stellte A nach B und C nach D, aber letztlich war alles wieder wie vorher gewesen. Einen kurzen Moment fühlte ich mich wohl, dann begann die Unruhe erneut von mir Besitz zu ergreifen oder von der Wohnung oder im Endeffekt von beidem. War es die CD Sammlung, die unzähligen Bücher, dies, das oder jenes, ich konnte es nicht ausmachen, alles störte mich, drohte mich zu erdrücken, zu ersticken!
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Harz Tour (Reisebericht)

So, endlich habe ich den Reisebericht für die Harz Tour letztes Jahr fertiggestellt.

Die Tour 2011 hat auch schon stattgefunden, den Bericht dazu werde ich demnächst schreiben und auch online stellen. War eine klasse Tour, wieder einige neue Eindrücke und wirklich gute Bilder.

Zu finden ist der Reisebericht in der Abteilung „Reiseberichte“ oder direkt hier

Momentan bin ich bei der Planung zur Herbst Tour 2011. Das ist die erste Tour mit einem anderen Kumpel von mir und dient ein wenig als Vorbereitungstour. Nächstes Jahr werden wir den West Highland Way laufen, dass Jahr darauf dann das finale Ziel, die Alpenüberquerung von München nach Venedig auf den eigenen zwei Tretern.

Bis dahin will noch eine Menge überlegt und Equipment gekauft und getestet werden. Momentan suche ich die Eierlegendewollmilchsau in Sachen Schlafsack. Am liebsten Kunstfaser, da ich im Harz ohne Zelt oder dergleichen schlafe (ist es schön direkt draußen unter freien Himmel, oder in einer der vielen Schutzhütten bei schlechterem Wetter) und der Sack daher keinen Schutz vor Feuchtigkeit hat, was bei Daune eher schlecht wäre. Daune ist aber leichter und weist ein geringeres Packmaß auf, zudem hab ich von Mountain Equipment einen gesehen, der Wasserabweisend sein soll. Wenn mir da einer was zu sagen kann, würde mich freuen.

Für Schottland und die Alpen werde ich mir zudem ein ein-Mann-Zelt holen, jedoch nicht diese ganz winzigen Sargförmigen, sondern schon etwas mit Sitzhöhe, so dass man nicht im liegen abwettern muss im Fall der Fälle.

Ach ja, vor dem Korrekturlesen meines aktuellen Romans (vielleicht könnte man es ein sarkastisches, zynisches, humorvolles Drama nennen?!) drücke ich mich immernoch ein wenig herum, ich HASSE korrekturlesen.